- Menschen, die im Supermarkt mitten im Gang stehen bleiben
- Warum manche Leute nicht „Danke“ sagen können
- Zu spät kommen – unhöflich oder manchmal einfach menschlich?
- Handy auf dem Tisch beim gemeinsamen Essen – geht gar nicht oder völlig normal?
- Warum muss man eigentlich immer erreichbar sein?
- Menschen, die sich vordrängeln
🛒 Menschen, die ihren Einkaufswagen mitten im Gang stehen lassen
Einkaufen? Ja, gerne.
Die Sachen danach zu Hause verräumen? Nun ja … ein Übel, das mit dem Einkaufen leider irgendwie dazugehört. 😂
Aber reden wir doch mal über das Einkaufen selbst. Ich rege mich ja wirklich selten über irgendetwas auf. Und ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, ob ich mich darüber wirklich aufrege … aber können wir bitte einmal über Menschen reden, die ihren Einkaufswagen mitten im Gang stehen lassen?
Also … WTF?! Warum? 😂
Ich meine, was ist so schwer daran, seinen Einkaufswagen ein kleines Stück an die Seite zu stellen? Nur ein paar Zentimeter. Wirklich. Der Wagen muss doch nicht genau dort stehen, wo zufällig gerade alle anderen Menschen durch müssen.
Und dann stehe ich da.
Mit meinen nicht ganz 90-60-90 und versuche, mich elegant an Wagen und Besitzer vorbeizuschlängeln. Was ungefähr so elegant aussieht wie ein Elefant beim Ballett. 😂
Natürlich sage ich dann freundlich:
„Entschuldigung, dürfte ich bitte mal vorbei?“
Und schiebe den Wagen notfalls ein kleines Stück zur Seite.
Aber manchmal frage ich mich schon: Merkt man eigentlich nicht, dass man mitten im Weg steht? 🤔
Vielleicht bin ich da auch einfach etwas zu empfindlich. Vielleicht ist der Supermarktgang ja neuerdings eine Art persönlicher Parkplatz für Einkaufswagen. Man weiß es nicht. 😂
Aber eines kann ich mit Sicherheit sagen:
Ich mache es selbst anders machen.
Wenn ich einkaufe, stelle ich meinen Wagen zur Seite. Denn ich möchte nicht irgendwann selbst die Frau sein, über die jemand in seinem Blog schreibt:
„WTF?! Warum steht die Alte mit ihrem Einkaufswagen mitten im Gang?“ 😂
Und jetzt mal ehrlich:
Bin ich damit alleine oder kennt ihr diese Einkaufswagen-Menschen auch? 😄

Warum Menschen nicht „Danke“ sagen können
Bitte. Danke. Zwei kleine Wörter. Eigentlich nichts Besonderes, oder?
Doch. Ich finde, sie gehören zu den Dingen, die man uns mehr oder weniger schon in die Wiege gelegt hat. Man sagt „Bitte“ und man sagt „Danke“. So einfach ist das. Oder zumindest sollte es so sein. 😉
Für mich war das immer eine Frage der Erziehung – und vor allem eine Frage des Vorlebens. Denn Kinder lernen schließlich nicht nur durch das, was man ihnen sagt, sondern vor allem durch das, was sie bei uns Erwachsenen sehen.
Ich möchte jetzt gar nicht behaupten, dass niemand mehr „Danke“ sagen kann oder dass es grundsätzlich immer weniger wird. Aber ich habe manchmal das Gefühl, dass vieles einfach als selbstverständlich angesehen wird.
Und genau das finde ich traurig.
Denn wenn wir mal ehrlich sind: Nichts sollte im Leben selbstverständlich sein. Nicht die Hilfe eines anderen Menschen, nicht ein nettes Wort, nicht die Zeit, die sich jemand für uns nimmt – und schon gar nicht die kleinen Dinge, die andere für uns tun.
Ein „Danke“ kostet nichts. Es tut nicht weh. Man muss dafür weder einen Antrag ausfüllen noch einen Termin vereinbaren. 😂 Und trotzdem kann dieses kleine Wort so viel bewirken.
Natürlich muss auch ein „Bitte“ und ein „Danke“ gelernt werden. Und meiner Meinung nach gehört genau das zu den wichtigsten Dingen, die wir Kindern mitgeben können. Nicht als nervige Pflichtübung, sondern als Zeichen von Respekt und Wertschätzung.
Vielleicht sollten wir deshalb gar nicht so sehr darüber schimpfen, dass es andere nicht mehr können. Vielleicht sollten wir einfach selbst weitermachen.
Wir, die es noch gelernt haben, sollten es nicht vergessen. Wir sollten es weiterhin sagen, vorleben und weitergeben.
Und wenn wir mit einem kleinen „Bitte“ oder „Danke“ vielleicht sogar dem ein oder anderen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern?
Na dann haben sich diese zwei kleinen Wörter doch schon wieder gelohnt. ❤️

Zu spät kommen – unhöflich oder manchmal einfach menschlich?
Zu spät kommen? Klar. Kann passieren. Wir sind schließlich Menschen und keine Schweizer Bahnhofsuhr. 😄
Es gibt tausend Dinge, die man nicht beeinflussen kann: Der Bus fällt aus, das Auto springt nicht an, irgendwo ist plötzlich ein Stau, man findet den verdammten Schlüssel nicht … was auch immer.
Alles kein Problem.
ABER – und jetzt kommt mein kleines persönliches „Aber“:
Dann gibt man Bescheid!
Man ruft an, schreibt eine Nachricht oder schickt meinetwegen eine Brieftaube. Hauptsache, der andere weiß, dass man später kommt. 😂
Denn genau das ist es, was mich eigentlich ärgert: nicht das Zuspätkommen an sich, sondern einfach nichts zu sagen.
Ich persönlich bin übrigens immer zu früh. Immer!
Ich plane Zeit ein. Meistens sogar viel zu viel. 😂
Aber ganz ehrlich? Lieber bin ich zehn oder zwanzig Minuten zu früh da, sitze irgendwo herum, trinke noch einen Kaffee oder gehe eine Runde spazieren, als dass ich zu spät komme.
Denn ich sehe das so:
Es ist nicht meine Zeit, die ich mit meinem Zuspätkommen verschwende. Es ist die Zeit des Menschen, mit dem ich verabredet bin.
Und genau deshalb finde ich es respektlos, jemanden einfach warten zu lassen, ohne Bescheid zu geben.
Mit meiner eigenen Zeit kann ich machen, was ich möchte. Wenn ich zwei Stunden irgendwo herumstehen und auf mich selbst warten will – bitte schön. 😂
Aber die Zeit anderer Menschen gehört mir nicht.
Und deshalb finde ich: Zu spät kommen kann menschlich sein. Nicht Bescheid sagen ist eine Frage des Respekts.
Also: Wenn ihr das nächste Mal merkt, dass ihr zu spät kommt – einmal kurz Bescheid geben. Kostet ungefähr 30 Sekunden und erspart dem anderen vielleicht 20 Minuten genervtes Warten. 😉
Oder wie seht ihr das? Bin ich da zu streng – oder ist Pünktlichkeit tatsächlich eine Form von Respekt?

Handy auf dem Tisch beim gemeinsamen Essen – geht gar nicht oder völlig normal?
Heutzutage völlig normal – leider? Tja, das liegt wohl ein bisschen im Auge des Betrachters. 😂
Ich gehöre tatsächlich zu den Menschen, die ihr Handy meistens auf dem Tisch liegen haben. Bei Terminen, bei denen es absolut nichts verloren hat – Arztbesuch, Vorstellungsgespräch oder Ähnliches – bleibt es natürlich in der Tasche. Aber sobald ich irgendwo essen gehe? Handy auf den Tisch.
Allein schon deshalb, weil ich natürlich alles fotografieren und dokumentieren muss. 😜 Was gab es zu essen? Wie sah es aus? Was haben wir bestellt? Und überhaupt: Wenn ich schon irgendwo nett essen gehe, muss das doch für die Ewigkeit festgehalten werden! 😂
Und ja… ich gehöre auch zu den Menschen, die ihr Handy viel zu oft in der Hand haben. Das gebe ich ganz ehrlich zu. Ich versuche mich zu bessern. Wirklich. Vielleicht wird es ja irgendwann noch weniger. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. 😂
Aber dahinter steckt tatsächlich eine Gewohnheit, die ich mir über viele Jahre angewöhnt habe.
Als ich damals zu meinem Schatz gezogen bin – keine Ahnung mehr, wie lange wir zu diesem Zeitpunkt schon zusammen gewohnt haben – hatte ich mein Handy auch beim Essen ständig in der Hand.
Und irgendwann hatte mein Schatz offenbar genug.
Er hat nicht nur bildlich auf den Tisch gehauen. Nein. So richtig.
„Jetzt leg das scheiß Ding mal weg!“
😂
Und ja… er hatte recht.
Aber jetzt kommt das große ABER:
Ich habe jahrelang zu Hause alleine gegessen. Da war niemand, mit dem ich mich unterhalten konnte. Niemand, mit dem ich den Tag besprechen konnte. Also war das Handy eben mein Begleiter beim Essen. Nachrichten, Facebook, Videos, irgendwas lesen – das Ding lag einfach automatisch in meiner Hand.
Und so eine Gewohnheit legt man eben nicht mal eben von heute auf morgen ab.
Auch heute erwische ich mich noch dabei. Ich nehme es in die Hand, ohne eigentlich einen Grund zu haben. Einfach weil es inzwischen so selbstverständlich geworden ist.
Ich versuche wirklich, es weniger zu machen. Und vielleicht schaffe ich es irgendwann tatsächlich, beim Essen das Handy einfach mal liegen zu lassen.
Vielleicht. 😏
Aber solange ich beim Essen noch Fotos vom Teller mache, bevor ich überhaupt den ersten Bissen nehme, ist zumindest eines sicher:
Das Handy bleibt vorerst in Reichweite. 😂📱🍽️

Warum muss man eigentlich immer erreichbar sein?
Gute Frage. Nächste Frage … 😂
Müssen tut man grundsätzlich gar nichts. Aber es stimmt schon: Seit wir immer abhängiger von unseren Handys geworden sind, gehört die ständige Erreichbarkeit irgendwie zum ganz normalen Alltagsbild dazu.
Und gut ist das nicht unbedingt. Das wissen wir wahrscheinlich alle.
Wobei es natürlich auch darauf ankommt, für wen man immer erreichbar sein „muss“.
Ich habe mein Handy jedenfalls auch fast immer neben mir – und meistens sogar auf laut. Ich habe irgendwie ständig das Gefühl, etwas verpassen zu können. 🤦♀️😂
Bei mir kommt noch dazu, dass meine Familie über 800 Kilometer entfernt lebt. Mein Papa ist auch nicht mehr der Jüngste und allein deshalb möchte ich erreichbar sein. Wenn etwas ist, will ich nicht erst Stunden später erfahren, dass jemand versucht hat, mich zu erreichen.
Oder wenn ich auf einen wichtigen Rückruf warte – klar, dann liegt das Handy natürlich erst recht griffbereit.
Aber trotzdem glaube ich, dass wir uns viel zu sehr von diesem kleinen Ding abhängig gemacht haben.
Wie haben wir das früher eigentlich geschafft?
Festnetz. Telefonzellen. Und wenn niemand zu Hause war, hatte man eben Pech. 😂
Bei uns gab es tatsächlich noch Telefonzellen! Und ich erinnere mich sogar noch daran, dass meine Mama meinen ersten Freund überhaupt nicht leiden konnte und ich mit ihm deshalb nur an der Telefonzelle telefonieren konnte.
Heute würde man wahrscheinlich denken:
„Bitte was?! Du bist extra zu einer Telefonzelle gegangen, um mit deinem Freund zu telefonieren?“ 😂
Ja. Sind wir.
Und wisst ihr was?
Wir haben es überlebt.
Da schau einer an. 😜📞❤️

Menschen, die sich vordrängeln
Nun ja … das erlebe ich zum Glück gar nicht allzu oft. Und an der Kasse sehe ich das Ganze eigentlich ziemlich entspannt. Wenn jemand nur ein oder zwei Sachen hat und ich einen ganzen Wagen voll, lasse ich die Person auch schon mal vor. Und umgekehrt freue ich mich natürlich genauso, wenn mich jemand vorlässt, wenn ich nur zwei oder drei Dinge habe. Ein bisschen Rücksicht hat schließlich noch niemandem geschadet.
Anders sieht es aus, wenn irgendwo eine richtig lange Schlange steht und sich jemand einfach nach vorne schiebt, als wäre die Schlange lediglich eine unverbindliche Empfehlung. 😂
Ich rege mich darüber allerdings meistens gar nicht groß auf. Ich rolle hörbar mit den Augen, denke mir meinen Teil und lasse die Person meistens einfach machen.
Außer, jemand ist besonders dreist. Dann kann es durchaus passieren, dass ich meinen inneren Kommentator nach außen verlagere und ein kleines bisschen vor mich hin maul. 😂
Denn mal ehrlich: Wenn zehn Leute geduldig warten, kann man sich auch einfach hinten anstellen. So schwer ist das nun wirklich nicht. 😉
