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Erstens läuft es anders – zweitens als man denkt

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    Über uns Menschen

    Menschen sind schon eine ganz besondere Spezies. 😄 Wir lachen, wir lieben, wir streiten, wir regen uns auf – manchmal über Dinge, bei denen wir selbst nicht genau wissen, warum eigentlich. Wir haben unsere Macken, unsere Gewohnheiten und natürlich jede Menge Meinungen.

    Und genau darum geht es in dieser Rubrik: um uns Menschen, unseren ganz normalen Alltag und die kleinen Dinge, bei denen man sich manchmal fragt: „Bin ich eigentlich die Einzige, die das so sieht?“ 😉

    • Warum müssen sich Frauen eigentlich ständig rechtfertigen?
    • Älter werden – warum eigentlich nicht?
    • Muss man wirklich immer „perfekt“ aussehen?
    • Warum vergleichen wir uns ständig mit anderen?
    • Charakter ist wichtiger als Aussehen – oder?
    • Warum können manche Menschen nicht einfach gönnen?
    • Freundschaft: Wenige echte Menschen sind mehr wert als 1000 Kontakte.
    • Familie – muss man mit jedem verwandt sein, um sich Familie zu nennen?
    • Warum ist „Nein“ für manche Menschen so schwer zu akzeptieren?

    Na dann fangen wir mal an … mit uns Menschen. Und da gibt es ja so einige Dinge, bei denen ich mich frage: Warum müssen wir uns eigentlich ständig für unsere Entscheidungen rechtfertigen? Also gerade auch wir Frauen.

    Nehmen wir zum Beispiel das Thema Kinder.

    Wenn man sich bewusst gegen eigene Kinder entscheidet – aus welchen Gründen auch immer – hört man doch erstaunlich oft sofort:
    „Das wirst du irgendwann bereuen.“
    „Kinder geben dir so viel.“
    „Du wirst im Alter alleine sein und einsam sterben.“

    Ähm … nun mal ehrlich?

    Natürlich geben Kinder einem viel. Aber sie geben einem eben auch vollgekackte Windeln, schlaflose Nächte, Erziehungsprobleme, Diskussionen ohne Ende, nervende Dinkelmuttis und Lastenrad-Larses, die einem ungefragt erklären wollen, wie man sein Kind denn eigentlich richtig erzieht. 😜

    Also … ich bin froh, dass ich mir das alles erspart habe.

    Versteht mich nicht falsch: Kinder sind toll. Keine Frage. Ich mag Kinder. Die Kinder von Freunden ausleihen, aufpassen, etwas unternehmen, Quatsch machen – gerne, jederzeit.

    Aber eigene Kinder?

    Niemals.

    Vielleicht auch ein kleines bisschen deshalb, weil meine Mama immer gesagt hat: „Die werden mal wie du.“

    Und ich dachte mir irgendwann:
    „Nee … das lassen wir mal schön bleiben.“ 😂

    Aber mal ehrlich: Wer sagt uns eigentlich, dass man mit Kindern im Alter nicht trotzdem alleine sein kann?

    Man bringt sie zur Welt, zieht sie groß, begleitet sie, versucht ihnen den bestmöglichen Weg zu zeigen – und dann?

    Wer garantiert einem, dass sie in der Nähe bleiben?
    Dass sie sich kümmern?
    Dass sie Zeit haben?
    Dass sie überhaupt wollen oder können?

    Niemand.

    Und genau deshalb finde ich: Jeder sollte seine Entscheidung selbst treffen dürfen, ohne sich dafür ständig rechtfertigen zu müssen.

    Ich habe mich für mein Leben ohne eigene Kinder entschieden. Und je älter ich werde, desto glücklicher bin ich mit dieser Entscheidung.

    Und ehrlich?

    Ich rechtfertige mich dafür vor niemandem mehr.

    Und dann wäre da noch das Älterwerden …

    Warum haben eigentlich so viele Menschen – und damit meine ich ausdrücklich nicht nur Frauen – ein Problem damit, älter zu werden?

    Ich kann mich noch an eine Kollegin erinnern, die mit Mitte 50 beziehungsweise Anfang 60 unbedingt noch aussehen, sich anziehen und aufführen wollte wie 20.

    Und ganz ehrlich?

    Ich fand es eher peinlich.

    Aber gut – das muss jeder für sich selbst entscheiden. Wenn jemand mit 60 noch bauchfrei durch die Gegend laufen möchte: Bitte. Wer bin ich, das zu beurteilen? 😄

    Aber ich persönlich frage mich: Warum eigentlich?

    Muss man immer perfekt aussehen?

    Nein.

    Muss man sich jeden Morgen schminken?

    Nein.

    Muss man mit 47, 50, 60 oder 70 noch aussehen wie 25?

    Ganz sicher nicht.

    Ich kann auch mal im Jogginganzug einkaufen gehen. Ich muss nicht immer perfekt gestylt sein und ich muss schon gar keine 90-60-90 haben.

    Individualität ist doch das, was uns ausmacht – nicht Perfektion.

    Immer noch nur meine bescheidene Meinung. 😉

    Aber da kommt wahrscheinlich bei vielen auch wieder dieses gesellschaftliche Thema ins Spiel. Man könnte es vielleicht „sozialen Konkurrenzkampf“ nennen.

    Man muss mithalten.

    Besser aussehen.

    Mehr haben.

    Jünger wirken.

    Erfolgreicher sein.

    Das größere Auto haben.

    Den schöneren Urlaub machen.

    Das neueste Handy besitzen.

    Weiter, besser, schneller …

    Und vor allem: sich ständig mit anderen vergleichen.

    Ich finde das auf Dauer einfach anstrengend.

    Denn was bringt es mir, wenn ich ständig versuche, jemand anderes zu sein?

    Da ist es doch viel schöner, wenn man einfach man selbst ist – und vor allem auch bleibt.

    Und damit sind wir eigentlich schon beim nächsten Thema:

    Gönnen können.

    Was ist eigentlich so schwer daran?

    Klar, ich schaue vielleicht auch manchmal ein bisschen neidisch auf Menschen, die scheinbar „alles“ haben. Das wäre gelogen, wenn ich behaupten würde, dass ich das nie tue.

    Aber wenn jemand ehrlich arbeitet, sich etwas aufgebaut hat und sich Dinge leisten kann, die ich mir vielleicht gerade nicht leisten kann?

    Warum sollte ich ihm das nicht gönnen?

    Ist doch schön für denjenigen.

    Und überhaupt: Wer sagt eigentlich, dass jemand, der scheinbar „alles“ hat, tatsächlich alles hat?

    Vielleicht hat er Geld.

    Vielleicht ein großes Haus.

    Vielleicht ein tolles Auto.

    Vielleicht drei Urlaube im Jahr.

    Aber hat er auch Menschen um sich, auf die er sich wirklich verlassen kann?

    Sind diese Freunde auch noch da, wenn plötzlich alles weg ist?

    Oder verschwinden sie dann genauso schnell, wie sie gekommen sind?

    Denn eines bin ich fest überzeugt:

    Echte Freundschaft kann man mit nichts bezahlen.

    Und da habe ich lieber eine Handvoll Menschen, auf die ich mich wirklich verlassen kann, als tausend sogenannte Freunde, bei denen ich nicht weiß, wer von ihnen morgen noch da ist.

    Freunde sind doch irgendwie die Familie, die man sich aussuchen kann.

    Oder so ähnlich war das doch. ❤️

    Und dann wären wir auch schon beim nächsten kleinen Wort mit großer Wirkung:

    Nein.

    Damit habe ich persönlich eigentlich keine Probleme.

    Nein ist nein.

    Egal, in welcher Lebenssituation.

    Ob bei einer Einladung, einer Bitte, einer Beziehung, einer Freundschaft oder einfach bei etwas, auf das man keine Lust hat.

    Aber muss man ein Nein immer akzeptieren?

    Tja …

    Ich glaube, auch darüber lässt sich wunderbar streiten.

    Denn wie bei so vielen Dingen im Leben kommt es eben auf die Situation an.

    Und genau das ist vielleicht überhaupt eines der größten Probleme zwischen uns Menschen:

    Wir glauben viel zu oft, dass unsere Sichtweise die einzig richtige ist.

    Dabei wäre es manchmal vielleicht ganz schön, einfach zu sagen:

    „Du siehst das anders als ich. Und das ist okay.“

    Denn am Ende müssen wir nicht alle gleich denken, gleich leben, gleich aussehen oder die gleichen Entscheidungen treffen.

    Wir müssen nur lernen, die Entscheidungen anderer genauso zu respektieren, wie wir möchten, dass unsere eigenen respektiert werden.