
Daniela kenne ich inzwischen seit über 20 Jahren. Und wenn man mal darüber nachdenkt, ist das schon eine verdammt lange Zeit. 😄
Unsere Freundschaft begann nämlich nicht mit einem zufälligen Treffen, nicht im Urlaub und auch nicht – wie man heute vielleicht vermuten würde – über Facebook oder WhatsApp.
Nein.
Es fing mit Briefen an.
Ja, richtig gelesen: Briefe. Mit Papier. Umschlag. Briefmarke. Briefkasten.
Ich weiß, für die jüngere Generation klingt das wahrscheinlich ungefähr so, als hätten wir uns noch mit Brieftauben verständigt. 😂 Aber damals war das tatsächlich völlig normal.
Wir haben uns geschrieben, kennengelernt und irgendwann wurden aus den Briefen eben Facebook-Nachrichten. Später kam WhatsApp dazu. Die Technik hat sich verändert – unsere Freundschaft glücklicherweise nicht.
Und irgendwann blieb es natürlich nicht mehr nur beim Schreiben.
Ich habe Daniela besucht, wir haben uns getroffen und wir waren sogar gemeinsam im Kurzurlaub – zusammen mit unseren Männern.
Und wir hatten einfach eine richtig tolle Zeit.
Es sind genau diese gemeinsamen Erlebnisse, die eine Freundschaft irgendwann zu etwas Besonderem machen. Nicht nur die großen Dinge, sondern auch das gemeinsame Lachen, die Gespräche, die kleinen Geschichten und die Momente, an die man sich später noch gerne erinnert.
Was ich an unserer Freundschaft aber besonders schätze, ist etwas, das meiner Meinung nach eine wirklich gute Freundschaft ausmacht:
Man muss sich nicht jeden Tag schreiben.
Man muss sich nicht ständig sehen.
Man muss nicht jeden Tag fragen: „Wie geht’s dir? Was machst du? Was gibt’s Neues?“
Man weiß einfach:
Da ist jemand.
Und genau so war Daniela für mich.
Sie war da.
Sie hat sich alles angehört – auch dann, wenn ich wahrscheinlich zum hundertsten Mal über dasselbe Thema geredet habe. 😄
Sie hat mir zugehört, wenn es mir gut ging, aber vor allem auch dann, wenn es mir nicht gut ging.
Und als ich sie wirklich gebraucht habe, war sie da.
Zum Beispiel damals, als Swen gestorben ist.
Das sind die Momente, in denen man merkt, wer wirklich Freund ist.
Denn in den schönen Zeiten Freunde zu haben, ist einfach. Gemeinsam lachen, Urlaub machen, quatschen und eine schöne Zeit haben – das macht Spaß.
Aber wenn es richtig schwierig wird, wenn man traurig ist, wenn man jemanden verliert oder selbst einfach nicht mehr weiterweiß, dann zeigt sich, welche Menschen wirklich bleiben.
Daniela war da.
Und dafür bin ich ihr bis heute dankbar.
Was ich an ihr außerdem besonders schätze, ist ihre Ehrlichkeit.
Sie sagt, was sie denkt.
Und das finde ich gut.
Keine künstlichen Nettigkeiten, kein „Ach, das wird schon“, wenn es eben vielleicht nicht schon wird.
Dazu kommt ihre offene, fröhliche Art.
Und vor allem:
Sie ist einfach Daniela. Mein Schneggi.
Und genau so soll es auch sein.
Unsere Freundschaft hat inzwischen mehr als zwei Jahrzehnte überstanden. Briefe wurden zu Facebook, Facebook wurde zu WhatsApp und aus geschriebenen Worten wurden gemeinsame Treffen, Besuche und sogar ein gemeinsamer Kurzurlaub.
Die Zeiten haben sich verändert.
Die Technik hat sich verändert.
Wir haben uns verändert.
Aber eines ist geblieben:
Das Wissen, dass die andere da ist.
Und vielleicht ist genau das eine der schönsten Formen von Freundschaft.
Nicht ständig aufeinanderhocken zu müssen.
Nicht täglich Kontakt haben zu müssen.
Sondern einfach zu wissen:
Wenn ich dich brauche, bist du da.
Daniela, danke, dass du genau so eine Freundin bist. ❤️






















