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Erstens läuft es anders – zweitens als man denkt

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    Meine Eltern, mein großes Glück

    Ich wurde im Alter von etwa 1 3/4 Jahren adoptiert. Und wenn ich heute auf meine Kindheit zurückblicke, kann ich eigentlich nur sagen: Ich hatte großes Glück. Ich habe ganz, ganz tolle Eltern erwischt.

    Natürlich war bei uns auch nicht immer alles rosig und perfekt. Welche Familie ist das schon? Aber uns Kindern hat es an nichts gefehlt. Wir waren geliebt, behütet und konnten vieles erleben und ausprobieren.

    Mein Papa war Fernmeldeoberinspektor, meine Mama war zu Hause. Dass Mama nicht gearbeitet hat, war für uns Kinder natürlich ein großes Glück, denn sie war einfach immer da. Die Gründe dafür waren allerdings nicht ganz so schön. Nach mehreren Operationen und Unfällen war sie in Berufsunfähigkeitspension gegangen.

    Ich habe noch einen Bruder, der ebenfalls adoptiert wurde. Wir sind also beide nicht leibliche Kinder unserer Eltern – aber für mich hat das nie bedeutet, dass wir weniger Familie gewesen wären. Familie war für mich immer das, was man miteinander erlebt, was man füreinander ist und wo man sich zu Hause fühlt.