Wenn man an Salzburg denkt, denkt man wahrscheinlich ziemlich schnell an Mozartkugeln, Salzburger Nockerl und vielleicht noch an einen Bosner.
Und ja – natürlich gehören diese Dinge zu Salzburg.
Aber die Salzburger Küche und vor allem die kulinarische Seite der Stadt ist für mich viel mehr.
Fangen wir mit dem Salzburger Nockerl an.

Für mich schmeckt es nach Luft und Liebe.
Für andere ist es wahrscheinlich einfach nur süßer Zuckerschaum. 😂
Aber genau darüber lässt sich vermutlich genauso wunderbar streiten wie über viele andere kulinarische Dinge.
Mozartkugeln gibt es in Salzburg natürlich in gefühlt jeder Ecke.
In den Altstadtgeschäften findet man sie beinahe überall und in den unterschiedlichsten Verpackungen.
Irgendwann gehört es als Salzburger wahrscheinlich einfach dazu, dass man gar nicht mehr jedes Mal stehen bleibt und denkt:
„Oh! Eine Mozartkugel!“
Man geht einfach vorbei.
Für die Touristen ist sie ein Souvenir.
Für uns gehört sie irgendwie zum Stadtbild.
Kasnocken – und der Kas muss stinken!
Eine weitere große Liebe sind für mich Kasnocken.
Und die schmecken natürlich besonders gut auf einem Berg.
Aber eines ist ganz wichtig:
Der Kas muss stinken.
Und er muss sich ziehen.
So richtig.
Wenn der Käse nicht ordentlich Fäden zieht, war das doch keine richtige Kasnocke! 😂
Auch beim Kaiserschmarrn scheiden sich die Geister.
Für mich gehört da ganz eindeutig Rosinen hinein.
Und dann gibt es noch die Sache mit der Vanillesoße.
Da muss ich als Salzburgerin tatsächlich ein bisschen die Nase rümpfen.
Ein richtiger Kaiserschmarrn gehört für mich mit Zwetschgenröster auf den Teller.
So.
Das musste einmal gesagt werden. 😂
Wirtshäuser und gute alte Tradition
Natürlich gibt es in und rund um Salzburg auch viele wunderbare Wirtshäuser.
Zu den Lokalen, in die wir immer wieder gerne gegangen sind, gehört zum Beispiel das Laschensky.
Ganz besonders hervorheben möchte ich aber den Grünauer Wirt.
Die Atmosphäre dort ist einfach großartig und das Essen sowieso.
Das sind für mich diese Lokale, bei denen nicht nur das Essen zählt, sondern das ganze Gefühl.
Man sitzt dort und fühlt sich einfach wohl.
Aber Salzburg kann natürlich auch ganz anders.
In der Altstadt findet man kleine Lokale, italienische Restaurants, Imbissstände und viele kleine kulinarische Ecken, die die Stadt immer wieder zu einem kleinen Erlebnis machen.
Man muss manchmal einfach ein bisschen genauer hinschauen.
Ein bisschen Amerika mitten in Salzburg
Und dann gibt es noch Susi’s Diner.

Das liegt nicht direkt in der Innenstadt, sondern ein kleines Stück außerhalb.
Aber wer amerikanisches Diner-Feeling im Stil der 50er-Jahre mag, sollte dort unbedingt einmal vorbeischauen.
Und ich sage euch:
Bessere Rippchen als bei der lieben Susi habe ich noch keine gegessen.
Das ist für mich eines dieser Lokale, die vielleicht nicht auf jeder klassischen Salzburg-Touristenliste ganz oben stehen, die aber gerade deshalb etwas Besonderes sind.
Kaffeehäuser gehören einfach zu Salzburg
Natürlich dürfen die traditionellen Kaffeehäuser nicht fehlen.
Das Café Tomaselli gehört genauso zu Salzburg wie das Café Glockenspiel.

Und daneben gibt es noch unzählige kleinere Cafés, die irgendwo in den Gassen versteckt sind.
Manchmal ändern sich die Namen.
Manchmal wechseln die Besitzer.
Aber diese kleinen Cafés gehören für mich einfach zur Stadt.
Und genau dort lohnt es sich, einmal genauer hinzusehen.
Vielleicht entdeckt man dabei seinen ganz persönlichen Lieblingsplatz.
Und nach der Party?
Natürlich darf man bei all der traditionellen Salzburger Küche eines nicht vergessen:
Wir waren auch einmal jung. 😂
Und wenn man nach einer langen Partynacht aus einem Lokal kam, musste es nicht unbedingt ein Schweinsbraten sein.
Da war ein Döner manchmal genau das Richtige.
Oder einfach ab zu Mäckes und einen Burger holen.
Denn ganz ehrlich:
Es muss nicht immer Kasnocken, Kaiserschmarrn oder Schweinsbraten sein.
Manchmal braucht das Leben nach einer durchfeierten Nacht einfach einen Burger.
Und genau das gehört für mich ebenfalls zu Salzburg.
Genauso wie später ein Frozen Yogurt bei Fabi’s Froyo.

Kulinarisches Salzburg ist eben nicht nur Tradition.
Es ist auch Jugend, Party, Freunde, kleine Imbissstände, Cafés und die Dinge, die man einfach irgendwann mit seiner Heimat verbindet.
Und natürlich darf am Ende eine Bosna nicht fehlen.
Denn egal, wie viele kulinarische Köstlichkeiten Salzburg sonst noch zu bieten hat:
Ein Salzburger kommt an der Bosna einfach nicht vorbei.
Vielleicht ist genau das für mich Salzburgs kulinarische Seite:
Ein bisschen traditionell.
Ein bisschen modern.
Ein bisschen italienisch.
Ein bisschen amerikanisch.
Ein bisschen Fast Food.
Und ganz viel Heimat.
Und wenn am Ende noch ein Kaiserschmarrn mit Rosinen und Zwetschgenröster auf dem Tisch steht, dann ist für mich die Salzburger Welt sowieso in Ordnung. ❤️


