Wo fange ich an?
Vielleicht mit dem Wichtigsten:
Danke.
Mein erster und größter Dank geht an meinen geliebten Wolf, meinen Schatz, mein Herz.
Du warst in all dieser Zeit an meiner Seite. Du hast dich um mich gekümmert und mir so unglaublich viel Last von den Schultern genommen, dass ich es eigentlich gar nicht in Worte fassen kann.
Allein beim Schreiben dieser Zeilen stehen mir schon wieder die Tränen in den Augen.
Du bist ein so wundervoller Mensch und ich möchte dich nie mehr in meinem Leben missen.
Ich bin unendlich dankbar dafür, wie du mich unterstützt hast. Wie du dich um alles gekümmert hast. Wie du mich versorgt hast. Wie du einfach da warst.
Wie du alles ertragen hast.
Und vor allem, wie du mit deiner ganz pragmatischen Art aus einer Selbstverständlichkeit heraus gesagt hast:
„Was muss, das muss.“
Und dann bist du mit mir da durchgegangen.
Du hast mit mir gelitten, mit mir gehofft, mich aufgefangen und immer wieder daran erinnert, wie weit wir schon gekommen waren.
Mein geliebter Schatz: Danke. Von ganzem Herzen.
Ich möchte mich auch bei all den Ärzten und Schwestern bedanken, die mich auf diesem Weg begleitet haben.
Bei denen, die mir Ängste genommen haben.
Bei denen, die ehrlich mit mir waren.
Bei denen, die mir gesagt haben, wenn wir noch nicht über den Berg waren – und genauso bei denen, die irgendwann sagen konnten:
„Jetzt haben wir es geschafft.“
Danke an das Pflegepersonal, das mich immer wieder aufgefangen und unterstützt hat.
Und auch ein ganz besonderer Dank an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Notaufnahmen.
Denn ich war zwischendurch immer wieder dort, wenn mir etwas komisch vorkam oder ich wieder dieses Gefühl hatte:
Irgendwas stimmt nicht.
Und jedes Mal wurde sich mit einer unglaublichen Engelsgeduld um mich gekümmert. Es wurde geschaut, untersucht und mir entweder geholfen oder Entwarnung gegeben.
Danke für diese Geduld.
Danke für die Ruhe.
Danke dafür, dass ich nie das Gefühl hatte, mit meinen Ängsten völlig allein zu sein.
Ein ganz besonderer Dank geht auch an meine liebe Schwiegermutter.
Sie war in Cottbus so oft bei mir, wie es ihr möglich war, hat mich besucht, sich um mich gekümmert und mir gerade in dieser schweren Zeit das Gefühl gegeben, nicht allein zu sein.
Danke, liebe Mutti.
Und natürlich danke an meine Freunde.
An alle, die mich besucht haben.
Die mir geschrieben haben.
Die zugehört haben.
Die meinen Weg verfolgt und mir immer wieder Mut zugesprochen haben.
Die einfach da waren, auch wenn sie manchmal gar nichts tun konnten außer zuhören.
Meine Freunde: Ich bin dankbar, dass es euch gibt. Danke für alles.
Und ich bin dankbar für jeden einzelnen Menschen, der in dieser Zeit irgendwie für mich da war.
Diese ganze Geschichte hat etwas mit mir gemacht.
Sie hat mein Denken verändert.
Früher habe ich manchmal gesagt:
„Wenn ich heute umfalle, ist es auch okay. Ich habe alles richtig gemacht.“
Heute denke ich:
Och … ein paar Jährchen wären schon noch ganz schön.
Ich habe gemerkt, dass ich noch lange nicht fertig bin.
Und dass ich meinem Körper vielleicht auch ein bisschen etwas zurückgeben sollte.
Ich habe in dieser ganzen Zeit ungefähr 20 Kilo abgenommen.
Gut – zehn davon sind inzwischen wieder drauf.
Aber inzwischen esse ich auch wieder relativ normal.
Trotzdem versuche ich, meinem Körper etwas zurückzugeben. Denn wenn ich eines gelernt habe, dann das:
Mein Körper hat in den vergangenen Monaten Unglaubliches geleistet.
Er hat eine schwere Sepsis überstanden.
Mehrere Operationen.
Eine riesige offene Wunde.
Monatelange Wundversorgung.
Einen Rückfall.
Noch eine Operation.
Und wieder eine lange Heilung.
Und trotzdem steht dieser Körper heute noch hier.
Das verdient Respekt.
Gesundheit war für mich eigentlich immer ein wichtiges Thema. Ich habe meine Arzttermine, Kontrollen und Vorsorgeuntersuchungen gemacht.
Aber diese Geschichte hat mir noch einmal deutlich gezeigt, wie wichtig es ist, genau das auch weiterhin zu tun.
Nicht alles wegzuschieben.
Nicht immer zu denken:
„Ach, das wird schon.“
Und vor allem auf den eigenen Körper zu hören.
Denn mein Bauchgefühl hat mir an diesem Heiligabend wahrscheinlich das Leben gerettet.
Und auch im April war es wieder dieses Gefühl, das mich ins Krankenhaus fahren ließ.
Heute weiß ich:
Wenn sich etwas falsch anfühlt, dann darf ich das ernst nehmen.
Mittlerweile ist dieses Kapitel meines Lebens abgeschlossen.
Die Darmspiegelung war unauffällig.
Die Wunde ist geschlossen.
Es ist nichts mehr darunter.
Keine offene Stelle.
Keine Tamponade.
Keine Verbände.
Und ich hoffe von ganzem Herzen, dass dieses Thema ganz, ganz lange – im besten Fall für immer – abgeschlossen bleibt.
Ich möchte es nicht noch einmal erleben.
Aber ich möchte auch nicht vergessen, was ich daraus gelernt habe.
Dass Gesundheit nicht selbstverständlich ist.
Dass man Hilfe annehmen darf.
Dass man auf seinen Körper hören sollte.
Dass selbst die kleinsten Fortschritte riesig sein können.
Und dass man manchmal Menschen an seiner Seite hat, die einem durch etwas hindurchtragen, von dem man selbst glaubt, man schafft es nicht.
Ich hatte solche Menschen.
Und dafür bin ich dankbar.
Heute sitze ich hier.
Ich kann diese Geschichte erzählen.
Ich kann wieder lachen.
Ich kann wieder laufen.
Ich kann wieder im Pool sitzen.
Ich kann wieder mein ganz normales Leben führen.
Und deshalb bleibt am Ende eigentlich nur eines:
Danke.
Danke an alle, die mich gerettet, behandelt, gepflegt, begleitet, getröstet und ausgehalten haben.
Danke an meine Familie.
Danke an meine Freunde.
Danke an die Menschen, die einfach da waren.
Und vor allem:
Danke, mein Schatz.
Wir haben es geschafft.
Und jetzt hoffe ich einfach, dass wir ganz viele Jahre haben, in denen wir uns über ganz andere Dinge Gedanken machen müssen.
Denn das hier?
Das war genug Krankenhausgeschichte für ein ganzes Leben.