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Erstens läuft es anders – zweitens als man denkt

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    Der erste Blick – wenn plötzlich etwas anders ist ❤️

    Vorweg: Mama hatte immer recht

    Ja, ich weiß. Diesen Satz hört man als Kind und denkt sich irgendwann: „Jaja, Mama …“ 🙄

    Und dann wird man älter und stellt fest: Mama hatte recht. Immer.

    Egal, welchen Mann ich ihr vorgestellt habe, egal, welchen Mann ich irgendwann mit nach Hause gebracht habe – meine Mama hatte erstaunlich schnell eine Meinung dazu.

    „Ja, der ist in Ordnung.“

    „Der ist nett.“

    „Der tut dir gut.“

    Oder eben auch:

    „Mit dem wirst du nicht glücklich.“

    Und was soll ich sagen?

    Mama wusste es.

    Ich wollte es natürlich nicht immer wissen. 😉 Schließlich glaubt man selbst ja meistens ganz genau zu wissen, was gut für einen ist. Besonders dann, wenn gerade die Schmetterlinge im Bauch Tango tanzen und der Verstand irgendwo im Urlaub ist.

    Aber wenn ich heute zurückblicke, muss ich zugeben:

    Mama hatte immer recht.

    Und vielleicht ist genau das der beste Einstieg in das Thema Liebe, Beziehungen und die berühmte Frage: „Woher weiß man eigentlich, dass jemand der Richtige ist?“


    Dieses „Oh … der hat was!“ – ich glaube, das kennt fast jeder.

    Und wenn ich so auf mein Leben zurückblicke, dann muss ich sagen: Ich hatte dieses Gefühl nicht nur einmal. Und schon gar nicht immer mit dem gleichen Ausgang. Sonst wäre ich heute vermutlich nicht geschieden. 😉

    Bevor mein geliebter Schatz in mein Leben trat, gab es immerhin fünf längere Beziehungen. Fünfmal Kennenlernen, Verlieben, Hoffen, Zweifeln, Glücklichsein, manchmal auch Unglücklichsein – und jedes Mal ein bisschen mehr Lebenserfahrung im Gepäck.

    Wenn man fortgeht und vielleicht auch ein kleines bisschen auf der Suche ist, dann gibt es sie natürlich: diese Momente, in denen man jemanden sieht und denkt: „Wow … interessant.“

    Und wenn dieser jemand dann auch noch Interesse an einem selbst zeigt – ja, dann wird es richtig aufregend. 😄

    Bei mir ging der erste Blick übrigens tatsächlich meistens ins Gesicht. Nicht unbedingt auf den perfekten Körper oder irgendwelche Modelmaße. Ich wollte sehen: Wie schaut er mich an? Wie ist seine Mimik? Wie bewegt er sich? Wie verhält er sich mir gegenüber?

    Und irgendwann wurde dann auch die Stimme interessant. Wie spricht er? Wie kann er sich ausdrücken? Was kommt aus seinem Mund – und vor allem: Was steckt dahinter?

    Gut, ich gebe zu: In jüngeren Jahren waren diese Dinge vielleicht noch nicht ganz so wichtig. Da war ich, sagen wir es freundlich, kein Kind von Traurigkeit. 😂

    Da durfte es auch einfach mal ein bisschen knistern, ohne dass man gleich eine gemeinsame Lebensplanung auf dem Tisch liegen hatte.

    Ob aus einem „Der hat was“ tatsächlich mehr wurde, hat sich bei mir meistens erst mit der Zeit gezeigt. Man lernt sich kennen, trifft sich, geht auf Dates, redet, lacht, erlebt Dinge miteinander – und irgendwann kommt dieser Moment, in dem man merkt:

    Ja. Das ist es.

    Natürlich war nicht jede meiner Beziehungen perfekt. Aber heute sehe ich das viel entspannter. Jede einzelne Beziehung hat mir etwas mitgegeben. Manche schöne Erinnerungen, manche weniger schöne. Manche Erkenntnisse über andere – und vor allem viele Erkenntnisse über mich selbst.

    Denn ich glaube, wir sind nicht immer schon der Mensch, der wir heute sind. Wir werden auch durch die Menschen geprägt, die ein Stück unseres Weges mit uns gehen.

    Und meistens war es bei mir übrigens so, dass ich angesprochen wurde. Ja, tatsächlich. Auch ich! 😉

    Obwohl ich nun wirklich nie der klassische 08/15-Typ war, bei dem man vermutlich behauptet hätte: „Auf den stehen doch alle Männer.“

    Offensichtlich sahen die Männer das anders. Und damit konnte ich ganz gut leben. 😄

    Was ich heute allerdings glaube: Was wirklich Liebe ist, versteht man vielleicht tatsächlich erst ein bisschen später im Leben.

    Nicht, weil die Gefühle früher nicht echt waren. Ich glaube schon, dass man auch jung wirklich lieben kann. Aber Liebe hat viele Gesichter. Und vielleicht gibt es deshalb auch nicht nur diese eine große Liebe im Leben.

    Vielleicht kann man mehr als einmal lieben.

    Vielleicht liebt man Menschen auf ganz unterschiedliche Arten.

    Und vielleicht muss eine Liebe auch nicht für immer halten, um echt gewesen zu sein.

    Manche Menschen begleiten uns ein paar Jahre. Andere nur ein kurzes Stück. Manche hinterlassen Erinnerungen, andere hinterlassen Lektionen. Und wieder andere schaffen es tatsächlich, zu bleiben.

    Und irgendwann – vielleicht nach einigen Umwegen, falschen Abzweigungen und dem einen oder anderen emotionalen Kreisverkehr – kommt man an.

    Ich glaube, ich bin angekommen.

    Nicht nur irgendwo.

    Sondern bei einem Menschen.

    Bei meinem Schatz.

    Bei dem Gefühl, dass ich mich nicht mehr fragen muss: „Ist er es?“

    Ich weiß es einfach.

    Ich fühle mich wohl. Ich fühle mich zu Hause. Und ich habe dieses wunderbare Gefühl, dass ich dort angekommen bin, wo ich hingehöre.

    Und vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen einem ersten „Wow, der hat was“ und echter Liebe:

    Beim ersten Blick schlägt das Herz schneller.

    Beim Ankommen wird es ruhig.

    Und genau diese Ruhe fühlt sich manchmal am allerbesten an. ❤️